Gottesacker

BSG mit Remis gegen Rehbrücke

Vor dem Rückblick auf das Freundschaftsspiel gegen die Alten Herren vom SV 05 Rehbrücke wollen wir noch einen Blick in das „innere Ich“ unserer BSG-Spieler werfen: Nein, wir sezieren jetzt nicht die Überwindung des Ödipuskomplexes im Kontext der Objektbesetzung durch die Mutter. Stellen wir uns einfach Gedankenblasen über den Köpfen der BSG´ler vor.

Christoph: Heute schieße ich ein Tor! Ein Superding, wie Marcelinho. Oder Bernd Schuster. Nach dem Spiel muss ich unbedingt mein Tinder-Profilbild aktualisieren...
Hektor: So wird Fußball gespielt, so steht es in der Fußball-Fibel! Linker Fuß, rechter Fuß – seitran: immer schön Tänzeln bei der Ballführung...
Simon: Holtby auf Müller! Der spielt rüber zu Ostrzolek, der passt zu Lasogga. Lasogga? Nein, raus aus meinem Kopf!!!
Johnny: Oggi io gioco come Giorgio! Sono Giorgio! Nee, ech ginn haut wéi Jeff Strasser ze spillen! Oppure volete Gennaro?...
Uwi: Reicht die XL-Packung Pampers? Morgen baut er sich seinen Turm allein, immer muss er meinen kaputt machen! Mist, ich hätte nicht so viel Hirsebabybrei essen sollen... 
Kay: (summend) Ich wollte ein Okapiposter. Und was schenkst du mir: Das ist kein Okapi – das ist ein Schabrackentapir...

Zuordnungsbedarf: Auf der Suche nach der richtigen Position

 

Okay, weg von den Synapsen, zurück zum Freundschaftskick auf Naturrasen. Was eigentlich auch nur bei geschlossenem Kopf intern, als im Selbstgespräch, kommuniziert werden darf, das rutschte nach diversen Fehlpässen, laschen Zuspielen, Abseitsstellungen und nach den beiden Gegentoren doch über die Lippen: „So´n Mist! Scheiße!“. Nein, wir BSG´ler leiden nicht unter Koprolalie, der krankhaften Neigung, obszöne Wörter auszusprechen: Denn das ist Fußballsprech auf und abseits des Platzes.

Gegen die Kicker aus Rehbrücke wählte die BSG Spielverständnis als Startformation ein 4-3-3. Schon nach Anpfiff wurde jedoch deutlich: Die BSG spielte mit Christoph als Ausputzer. Wann hat man das zuletzt gesehen? Der Krombacher-Doppelpass-Dauergucker weiß die Antwort – 1973, im Endspiel des Europokals der Landesmeister zwischen Ajax Amsterdam und Juventus Turin! Und ja, Wunschgedanken erfüllen sich: Christoph gelang mit einem sehenswerten 25-Meter-Distanzschuss das Führungstor – oft genug geübt beim montäglichen Spiel auf Kleinfeld, nur dass dann der Ball Richtung UNESCO-Weltkulturerbe segelt. Und dass sich Hektor nach seiner unvergesslichen Gala im Wolfgang-Drescher-Pokal 2014 (der „Drei-Tore-Hektonator“) wieder als Torschütze feiern lassen durfte – diese Anekdoten kennt nur der Freizeitfußball. Es war ein ausgeglichenes Spiel, das die Spieler in Orange und Azurblau mit Bauch zeigten. Dass die Rehbrücker erst in den letzten Minuten höher störte, kam den Gästen aus Babelsberg zugute. Das Spiel in die Länge ziehen, es funktionierte gut. 

 

Durchschnittsbürger: Von "A" wie Anwalt bis "Z" wie Zeitungsleser

 

Für die BSG wurde das Freundschaftsspiel zum Debütantenball: Gleich fünf Spieler liefen zum ersten Mal im orangefarbenen Jersey der BSG auf. Sebastian bekam immer wieder die Gelegenheit, sich mit seinem ersten Treffer in die Annalen der BSG einzutragen. Auch Simon und Martin zeigten Fähigkeiten im Tanz mit dem Ball, die bei den Veteranen Gefühlsovationen hervorriefen. Und Johnny, der erste BSG-Spieler mit Migrationshintergrund, er besann sich auf die Tugenden des Catenaccio Calcio: Robust grätschend, ballsicher verteidigend, ab und zu die unteren Extremitäten touchierend. Das funktionierte – bis zum umstrittenen Foulelfmeter. Nach dem Anschlusstor spielten die Hausherren intensiver, und ihnen gelang – aus stark abseitsverdächtiger Position – dann doch noch der Ausgleich. Dem Schiedsrichterjungen konnte kein Vorwurf gemacht werden: Welchen Film er wohl gerade in seinem Gedankenkosmos abspielte...

Nach dem Spiel, das allen Beteiligten – auch dem Fanclub der BSG – gefiel, folgte die Auswertung. Abseits der Arena, trotzdem auf der grünen Wiese: Bei Bier, Zigaretten, Mücken. Aber wie meinte schon Joseph Beuys: Jeder Mensch muss sich verschleißen. Wenn man noch gut ist, wenn man stirbt, ist das Verschwendung. Man muss lebendig zu Asche verbrennen, nicht erst im Tod.

Zitat des Spieltages: „Das Chancenplus war ausgeglichen.“ Lothar Matthäus

BSG SV 05 Rehbrücke Altherren gegen Spielverständnis Potsdam 2 : 2

Aufstellung: Robert – Christoph – Uwi – Johnny – Martin – Tom – Simon – Robert W. – Jan-Kay – Steffen – Marv – Hektor – Kay – Sebastian

Getränkeservice: „Steffi´s Perlen der Natur“ / „Roberts Sudetensaft“ / Kays „Hefe aus Duisburg-Beek“

 

 

Goldene Ananas

Freundschaftsrückspiel gegen den SV 05

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jeder darf mal ran

Schrottwichteln mit der BSG

Das Haltbarkeitsdatum mit der Jahrtausendwende abgelaufen? Im „Konsalik“ fehlen die letzten zwanzig Seiten? „Old Spice“ ist ihr doch eine Nuance zu feminin? Nein, nicht in die Biotonne damit – diese Kostbarkeiten sind perfekt für das Schrottwichteln am BSG-Heiligabend.

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Was von der Makrele übrigblieb: überreif, abtropffertig – und zwölf Jahre über dem Haltbarkeitsdatum

Ein Mal im Jahr wird der Gourmettempel „Plante“ zum Spielzimmer der BSG Spielverständnis Potsdam. Nach den Schenkelklopfergaben der letzten Wichtelrunden sollen wieder Keller, Handschuhfächer und Nachttische nach recycelbaren Kostbarkeiten durchwühlt werden. Nur das Beste für die Montagskameraden vom Fußball – ab in den Sack damit!

 15. BSG-Weihnachtsfeier

Freitag, 16. Dezember 2016, ab 19 Uhr,

„Plantagenklause“ Babelsberg

Und wie meinte schon Konfuzius: „Hüte dich vor Männern, deren Bauch beim Lachen nicht wackelt.“
Wird er, versprochen.

 

 

 

 

Kammerflimmern

 

 

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Die Welt zu Gast bei Kay

"Mögen die Spiele beginnen"

 

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