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ICE statt Dampflok
Sonntag, 08. November 2009

BSG verliert Spiel gegen Lok Potsdam

Schuld hat Lenné: Spiele auf dem Sportplatz an der Berliner Straße stören die Konzentration der Gastmannschaft. Statt auf die Stadionsüdkurve bietet sich dem Fußballerspieler ein perfekter Blick auf das UNESCO-Weltkulturerbe jenseits des Tiefen See, auf den Park Babelsberg mit Kleinem Schloss und Flatowturm. Hier in Potsdam existiert sie noch, die berühmte historische Sichtachse, die schon wenige Meter weiter dank der Nachwendearchitektur am Glienicker Horn keine mehr ist. Dazu herrliches Herbstwetter wie an diesem Samstag, mit einem harmonischen Lichtspiel von Sonne und Schatten. Man denkt beim Betrachten der Potsdamer Kulturlandschaft an Turner, Friedrich oder Corot. Das Platz in einem solchen Ambiente selbst kann da nur Naturrasen sein; ein dichtes Grün, tiefes Geläuf.

Und das könnte er gewesen ein, der zweite Grund für die Niederlage der Oranjes. Sie hatten große Probleme, die Kunstrasenverwöhnten. Die Stadtrivalen von Lok Potsdam überrannten die BSG in den Anfangsminuten, die sich an die Platzverhältnisse erst gewöhnen mussten. Als dieser Findungsprozess halbwegs abgeschlossen war, da lagen die Gäste aus der Templiner Vorstadt bereits mit null zu drei zurück. Bis zum Seitenwechsel änderte sich nicht viel, nur „Sturm 7“ Sven gelang der obligatorische Treffer. In der Halbzeitpause hatten sich die Oranjes einiges vorgenommen, einen schnellen Anschlusstreffer wollten sie erzielen, sofort nachlegen, den Abstand verkürzen. Aber es kam anders, möglich, dass diesmal die tiefstehende Sonne Grund für die Gegentreffer war, die gleich nach Wiederanpfiff fielen. Die BSG Spielverständnis stemmte sich mit aller Macht gegen die zweite Punktspielniederlage in Folge. Guido schaffte es immerhin, die BSG mit zwei Toren an den Gegner heranzubringen Zwar waren die Spieler in Orange dem Heimteam durchaus ebenbürtig – spielerisch und auch konditionell. Doch die Lok-Spieler nutzten effektiver Unachtsamkeiten und Defizite, während die BSG ihre durchaus zahlreichen Chancen ausließ und die Defensive Schwächen zeigte.

Am Ende der fair geführten Partie siegte Lok Potsdam. Aber wie im wirklichen Leben: Man sieht sich immer zwei Mal, im Frühjahr werden die Oranjes diesmal ihren Heimvorteil nutzen wollen. Nicht mit romantischen Sichtachsen und gepflegtem Rasen, dafür mit alten Tugenden und ihrer bewährten Taktik: dem Abschlag über die Mittellinie.

Lok Potsdam gegen BSG Spielverständnis Potsdam 9 : 3

Aufstellung: Kay - Andreas - Hektor - Mark - Tom - Claus - Guido - Sven
Catering: Kay´s "Zumwinkel Gedächtnisklause"

 
 
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