Schafe im Wolfspelz

Aus für die BSG in der zweiten Runde des Wolfgang-Drescher-Pokals

Camus, berühmtestes Opfer des französischen Straßenverkehrs, befand: Man müsse sich Sisyphos als glücklichen Menschen vorstellen. Spaß haben am mühsamen Wälzen des Felsblocks, immer berghoch. Nur um dann, auf dem Gipfel, machtlos mitansehen zu müssen, wie der Stein wieder zurückrollt. Alles auf Anfang, verdammt in alle Ewigkeit. Man könnte schlussfolgern: Für die BSG Spielverständnis Potsdam ist der Wolfgang-Drescher-Pokal die Unterwelt, die Spieler als Sisyphos-Kollektiv, das – wie jetzt in dieser zweiten Pokalrunde – auf Großfeld gegen ligaerprobte Teams wie den Gast vom SV Empor Schenkenberg antritt. Die Kunstlederkugel schiebend, tretend, köpfend über das weite Feld zum verheißungsvollen Ziel zu schleppen: in das gegnerische Gehäuse. Und wie jedes Mal war alles umsonst, und dennoch war wieder die Vorfreude groß, diese erregte Anspannung und der kleine Funken Hoffnung. Ja, man muss sich die BSG als Ansammlung glücklicher Menschen vorstellen, wenn sie Jahr für Jahr versucht, tatsächlich spielend die Runde zu überstehen, ohne über Freilos zu gehen.  

Formkurve schwankend: Klaus, die hanseatische Eiche – leicht windschief 

Fußball ist auch eine ästhetische Erfahrung – das orangefarbene Trikot weckt Emotionen in erotomanischen Fetischdimensionen. Elf BSG´ler auf dem Platz, die zumindest bis kurz nach dem Anpfiff den Eindruck erwecken, sie alle haben vorher schnell noch Ochsenblut gegurgelt. Aber letztlich war alles wie auf Tinder: spannend wird´s nur untenrum – mit den Füßen hatten die Potsdamer den Gästen aus Schenkenberg wenig entgegenzusetzen. Trotz Fünferkette der BSG kamen die Spieler in ManCity-Blau über die Flügel immer wieder gefährlich vor und endlich in das Tor: Nach dem 0:1, das in der zehnten Minute fiel, schoss Robert den überraschenden Ausgleich; von der Strafraumgrenze halbhoch in die rechte Torecke.    

 

Kam angeblich später: Marcus Schenkenberg – Model, Schwede (links im Bild)  

Nach einer überaus strittigen Dreikampfszene im Strafraum der BSG pfiff der ansonsten souveräne Schiedsrichter Strafstoß für die Gäste. Der Stürmer – hatte, abgesehen von den fehlenden Zentimetern nach oben, einen Körperbau wie Drax, der Zerstörer – nahm die sanfte Berührung des linken Verteidigers dankbar an und sank, schwer getroffen, auf den Teppich. Mit Gesicht, Schulter und rechter Hand versuchte Robert, den scharf getretenen Schuss zu halten. Vergeblich, Empor übernahm die Führung. Und die gaben die Gäste nicht mehr her, trotz eines sehr ansehnlichen Auftritts der BSG Spielverständnis nach dem Seitenwechsel.Was bleibt, ist nicht nur eine wiederholte Bestätigung auf die immer wiederkehrende Ansage „Wir müssen öfter Großfeld spielen“, sondern auch die verstörende Erkenntnis: Stimmt der Pegel, brüllt der Chorus textsicher Tim Toupet und Mickie Krause.
Aber mein Gott, wir waren auch mal jung, wirklich.        

Zitat des Spieltages: „Hätte der Neoloberalismus Titten aus Zement, er sähe aus wie Heidi Klumm.“ P. Sloterdijk

Spielverständnis Potsdam gegen SV Empor Schenkenberg 1 : 5

 

Aufstellung: Robert – Hektor –Johnny – Martin – Tom – Little Simon – Little Robert – Marcus – Oliver – Kay – René – Sebastian

Trainerteam: Mike, Kay-Jan, Steffen, Robert W., Sebastian R., ½ Klaus

Zuschauer: ein Dutzend, nichtzahlend

 

 

    

Sing When You´re Winning

BSG Spielverständnis Potsdam startet in die zweite Runde des "Wolfgang-Drescher-Pokal 18/19"

 

 

 

 

 

Der Sound des Frühlings

Das Viertelfinale im Wolfgang-Drescher Pokal

 

 

 

 

Ein „Ooohh!“ und viele „Huuiiii!“

BSG erreicht dritte Runde im Wolfgang-Drescher-Pokal

Spieltag der Amateure – und Sky war live vor Ort. Mikrofon-Legende Fritz von „TuT“ ließ es sich nicht nehmen, das Pokalspiel der Potsdamer gegen die Töplitzer Inselkicker zu kommentieren.
Hier sein obligatorischer Arbeitsnachweis, ein Best-of der Bonmots von Thurn und Taxis:

 

Zitat des Spieltages: „Das ist einer, der eine Mannschaft befruchten kann.“ Fritz von Thurn und Taxis

BSG Spielverständnis Potsdam gegen Töplitzer Inselkicker 3 : 1

Aufstellung: Robert – Christoph – Uwi – Hans – Johnny – Andreas – Martin – Tom – Franz – Mike – Simon – Robert W. – Jan-Kay – Steffen – Marv – Hektor – Kay – Sebastian – Rob – Sebastian R. – Oliver – René

Getränkeservice: „Helle-Rauchzart“

 

 

    

Keine kennt die Ewigkeit

Die BSG und der Drescher-Pokal 2017/18

Das letzte Spiel zwischen den Töplizer Inselkicker und der Betriebssportgemeinschaft Spielverständnis Potsdam: Es fand noch nicht statt – somit wird das Pokalspiel zum jüngsten Derby der Fußballgeschichte.

Denken Sie Groß: Noch vier Jahre bis Berlin

Die Insel Töplitz liegt südlich von Rostock. Zwischen Stahnsdorf im Osten und Päwesin im Westen. Mit dem Festland verbunden ist Töplitz über drei Brücken. Erschlossen ist die Insel mit einer vierspurigen Autobahn. Die A10 verbindet den dünn besiedelten Süden der Insel mit dem nicht besiedelten Norden der Insel. Kurioser Weise existiert aber nur eine Anschlussstelle zu dieser Tangente.

Wie sang schon der Friseur von Sevilla: „Largo al factotum della città“. Largo la la la la la La!

Alles Weitere wird Geschichte und die ist schon jetzt schnell erzählt:

Wolfgang-Drescher-Pokal
Achtelfinale
Montag, 16. Oktober 2017
Anstoß 20:30 Uhr
Karl-Liebknecht-Stadion in Babelsberg
BSG Spielverständnis gegen Töplitzer Inselkicker

Orange gegen Grün.